Suche
SLÖ Burgenland

6. April 2022

Maßnahmen zur Erleichterung des Schulbetriebes

4. April 2022

Liebe Kollegin! Lieber Kollege!

Die Belastung im diesjährigen Schuljahr ist kaum mehr zu ertragen. Es ist an der Zeit, dass Lehrerinnen und Lehrer endlich wieder Zeit für das Wesentliche finden und ihre Kernaufgaben wie Unterrichts- und Erziehungsarbeit, ohne unzählige Nebenbeschäftigungen, ausübenkönnen.

Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst stellt sich hier klar hinter euch und möchte euch unterstützen. Im Anhang findest du ein Schreiben bezüglich „Maßnahmen zur Erleichterung des Schulbetriebes“, welche seitens der GÖD mit dem Bildungsministerium ausverhandelt wurden.

Es ist uns bewusst, dass dies nur ein erster Schritt sein kann. Der Anfang ist zwar getan, aber wir werden nicht aufhören, im Interesse aller Kolleginnen und Kollegen zu agieren und die Arbeitsbedingungen zu regulieren. Für Fragen und Anregungen sind wir gerne für dich da!

Ich wünsche dir ein schönes Osterfest und wohlverdiente Ferien!
Manuel Sulyok
GÖD Vorsitzender APS Burgenland

Schwarz-Grüne Bundesregierung wird zum Feindbild an den Schulen.

31. März 2022
Regierungsfraktionen verweigerten im Nationalrat Aufstockung der Personalressourcen und riskieren pädagogischen Supergau.

Wien (OTS) – Zuerst benannte ÖVP-Bildungssprecher Taschner in der gestrigen Nationalratssitzung ausreichend viele und gute Lehrpersonen noch als das wahre Wundermittel in der Bildung, danach stimmte seine ÖVP, mit den GRÜNEN im Gepäck, gegen mehr Wertschätzung, Support und Ressourcen für die Schulen in Pandemiezeiten. SPÖ-Bildungssprecherin Petra Vorderwinkler hatte zuvor die Zusammenhänge zwischen Ressourcenmangel, dem sonderpädagogischen Förderbedarf und notwendigen Maßnahmen anhand der Volksschule aufgezeigt und gefordert, den dauernden Danksagungen der Regierungsparteien an die Lehrer*innen und Schulleiter*innen Taten folgen zu lassen. Die Regierungsfraktionen verweigerten aber selbst dem doppelten Lehrkräfteeinsatz in Deutsch und Mathematik für die ersten beiden Jahrgangsstufen der Volksschule ihre Zustimmung. „Damit haben sich ÖVP und GRÜNE nicht nur gegen die betroffenen Kinder und ihre Eltern gestellt, sondern auch gegen die Gewerkschaft der Pflichtschullehrer*innen, die im Vorjahr eine fast identische Forderung bei ihrem Gewerkschaftstag beschlossen hat“, resümiert Thomas Bulant, sozialdemokratischer Gewerkschafter und SLÖ-Bundesvorsitzender. „Den Schulanfängern, die aufgrund einer der Pandemie geschuldeten extremen Entwicklungsschere Förderung, Förderung, Förderung benötigen würden, möchte diese Bundesregierung anscheinend nicht helfen. Kinder und Lehrpersonen unserer Volksschulen sind den beiden Regierungsparteien leider nichts wert. Die Belastung der Lehrkräfte hat schon heuer jeden Grenzwert überschritten. Ein pädagogischer Supergau ist 2022/23 zu befürchten.Was für die Pandemie gilt, gilt auch für die Schule: Jetzt ist politisch richtig zu entscheiden! Im Herbst ist es zu spät.“

Keine Antwort ist auch eine Antwort

28. März 2022

In einer der schwierigsten und belastendsten Zeiten der Vergangenheit im Lehrberuf waren wir alle der Meinung, dass der Zenit erreicht wurde und es eigentlich nicht mehr schlimmer werden
kann. Dennoch wurden wir eines Besseren belehrt. Mehrbelastungen stehen an der Tagesordnung und unsere Kernaufgaben Unterricht- und Erziehungsarbeit müssen oftmals darunter leiden und bleiben auf der Strecke.
Am 16.03.2022 wurden die Schulleitungen seitens der Bildungsdirektion dazu aufgefordert, die Lehrpersonen bis spätestens 31.03.2022 zu melden, die sich bereit erklären, an der Sommerschule mitzuwirken. Die Gewerkschaft und der Zentralausschuss haben gemeinsameinen offenen Brief an Bildungslandesrätin Mag.a Winkler und Bildungsdirektor Mag. Zitz geschrieben, mit der Bitte um Rückmeldung und der Aufforderung die dienst- und besoldungsrechtlichen Fragen zu klären.
Bis auf einen Gesprächstermin mit dem Bildungsdirektor am 23.03.2022 gab es dazu keine Rückmeldung und schon gar keine Beantwortung der gestellten Fragen.Bis auf einen Gesprächstermin mit dem Bildungsdirektor am 23.03.2022 gab es dazu keine Rückmeldung und schon gar keine Beantwortung der gestellten Fragen. Als Vorsitzende der Gewerkschaft bzw. des Zentralausschusses können wir diesen unprofessionellen Umgang mit der Interessensvertretung nicht nachvollziehen. Nachdem seit rund zwei Wochen keine Lösungsvorschläge gekommen sind, keine Fragen beantwortet wurden und in zwei Tagen die Meldefrist vorüber ist, will man scheinbar dieses Dilemma aussitzen und lässt die Schulen wieder im Stich. Dieser Umgang mit Herausforderungen ist offensichtlich die neue Strategie, wenn es darum geht Probleme zu lösen, was wir auch im Umgang mit dem sehr brisanten Thema Externistenprüfungen erkennen können.

Als Zentralausschuss und als Gewerkschaft der PflichtschullehrerInnen weisen wir darauf hin, dass zurzeit nicht feststeht, ob und wann diese Dienstrechtsnovelle, die die Bezahlung für
Schulleitungen und Lehrpersonen regelt, beschlossen wird. Derzeit ist bezüglich der Verhandlungen zwischen Bundesregierung und Gewerkschaft Öffentlicher Dienst kein Ende in Sicht. Eine freiwillige Meldung zu einer zusätzlichen Dienstleistung ist aufgrund der geschilderten Sachlage schwer möglich.

Auch eine Leermeldung ist eine Meldung.

Sommerschule, nein danke!

21. Februar 2022
In wenigen Absätzen ausgesprochen, was viele Lehrer*innen denken

Als Lehrer lehne ich die Sommerschule als Verheißung, mit ihr werde alles gut, entschieden ab. Es wird eine Erwartungshaltung erweckt, der die Schule von der Sprachförderung über die Nachhilfe bis zur Begabtenförderung in 2 Wochen nicht gerecht werden kann.Viele Sommerschulstandorte der letzten beiden Jahre haben rückgemeldet, dass es sich bei der Sommerschule um ein halbtägiges Betreuungsprojekt mit einem sprachlichen „WarmingUp“ handelt. Pädagoginnen und Pädagogen treffen auf unbekannte Schüler*innen. Viel Zeit bleibt für die individuelle Förderung kaum. Der unreflektierte Einsatz von Studierenden istkein Ersatz für eine qualitätsvolle schulpraktische Ausbildung.

Als Gewerkschafter lehne ich die Sommerschule als rechtlichen Torso ab.Die Bundesregierung hat zwar im vergangenen Dezember die schulrechtliche Basis geschaffen, das Dienstrecht aber dafür nicht vorbereitet.

Als Personalvertreter lehne ich die Sommerschule ab, weil das Bildungsministerium seine Schulqualitätsmanager*innen veranlasst hat, Schulleiter*innen und Lehrer*innen zur aktiven Teilnahme an der Sommerschule zu bewegen. Wenn dies dann auch noch mit dienst- und besoldungsrechtlichen Versprechen erfolgt, für die es keine gesetzlichen Grundlagen gibt, wird der Auftrag des BMBWF noch verwerflicher. Es werden derzeit Pauschalbeträge für Schulleiter*innen und dienstrechtliche Vorteile für Lehrer*innen in den Raum gestellt, für die die parlamentarischen Beschlüsse fehlen. Darüber hinaus wird ein Lohndumping betrieben,wenn die bisher verrechneten 40 Mehrdienstleitungen nun mit einer Jahreswochenstunde Verringerung der Unterrichtsverpflichtung gleichgesetzt werden sollen, die nur einen Gegenwert von 36 Jahresstunden hat.

Als Vorsitzender des SLÖ lehne ich die Sommerschule ab, weil es kein pädagogisches, sondern ein politisches Projekt ist. So wichtig scheint die Sommerschule aber auch den Behörden nicht zu sein, denn manche Lehrer*innen der Sommerschule 2021 hatten noch im Dezember ihre Entlohnung für ihr Engagement in den letzten beiden Ferienwochen nicht erhalten.So wie dies die gesamte Gewerkschaft auch tut, rate ich daher ab dieses Projekt zu unterstützen. Bei Verletzung des Prinzips der Freiwilligkeit wenden Sie sich bitte an Ihre Personalvertretung

MMag.Dr. Thomas Bulant, SLÖ Bundesvorsitzender und FSG BL 10 Vorsitzender

1 2 3 4 17 18 19 20 21 22 23 24 25 73 74 75 76